Samurais und so… › Weil's eh keinen interessiert.
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Blue Spring (Aoi haru)

IMDB/OFDB

Japan, 2001

Regie: Toshiaki Toyoda

In der Asaki Schule haben die Schüler das Ruder übernommen. Das Gebäude ist verwahrlost, die Lehrer haben nichts mehr zu sagen und versuchen nur noch aus der Defensive heraus ihren Arbeitstag unfallfrei zu überstehen. Zwischen den Schülern tobt ein brutaler Machtkampf um die Vorherrschaft auf dem Schulhof. Wer hier zum Boss aufsteigen will muss sich einer lebensgefährlichen Mutprobe unterziehen und seine Rivalen dabei überbieten. Der schweigsame und emotional unterkühlte Kujo wird unerwartet zum neuen Anführer. Mit der Hilfe seines Freundes Aoki festigt er schnell seinen Status als eiskalter Tyrann, der jeden ausschaltet, der ihm seinen Platz streitig machen will. Gleichzeitig gibt er sich aber auch vollkommen desinteressiert an seinem Umfeld und schon bald lehnt sich der davon frustrierte Aoki gegen ihn auf.
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235 Ronin: Das war’s auch schon…

…für mich ist das Thema jetzt auf jeden Fall erst mal erledigt, abgefrühstückt und durchgefickt. Mein Bedarf an guten und schlechten Bearbeitungen des Stoffes ist vorerst gesättigt, sollte ich aber noch irgendetwas richtig tolles verpasst haben, bin ich weiterhin offen für eure Empfehlungen. :-)

Nun bleibt die Frage, was ich zum Einstieg empfehlen würde.
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47 Ronin (Shijûshichinin no shikaku)

IMDB/OFDB

Japan, 1994

Regie: Kon Ichikawa

Mit Kon Ichikawas umfangreichen Werk bin ich eigentlich noch gar nicht vertraut, aber soviel kann ich mal sagen: Diese mäßige Verfilmung wird seinem Status  als einer der großen in keinster Weise gerecht. Zum Anfang sieht alles noch recht interessant aus. Mit einer nüchternen Erzählstimme, ganz im Stil eines TV-Sprechers, werden wir in wenigen Sätzen in die Handlung eingeführt und es scheint ganz so, als wolle Ichikawa die Geschichte aus einer distanziert dokumentarischen Perspektive erzählen. Ein vielversprechender Ansatz, aber wenn das wirklich seine Absicht war muss ich leider sagen, dass das Experiment auf ganzer Linie gescheitert ist.
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Swords of Vengeance (Ako-Jo danzetsu)

IMDB/OFDB

Japan,1978

Regie: Kinji Fukasaku

Obwohl im Laufe der 70er Jahre das Interesse an Jidai Geki- und Chanbara-Filmen stark zurückging, verfilmte Kinji Fukasaku 1977/-78 eine ganze Reihe klassischer Samuraischinken, jeweils mit Sonny Chiba in einer wichtigen Nebenrolle und als Co-Regisseur für die Actionszenen an Bord. Zwei Experten in ihrem Fach also, die uns kurz zuvor bereits “Shogun’s Samurai” (auch bekannt als “The Yagyu Clan Conspiracy”) bescherten, und meine hohen Erwartungen wurden auch hier nicht enttäuscht.
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47 Ronin (Chûshingura)

IMDB/OFDB

Japan, 1962

Regie: Hiroshi Inagaki

Das ist wohl die international bekannteste Verfilmung des Stoffes, und überfliegt man mal die Reviews auf IMDB oder auf diversen einschlägigen Sites, überwiegt wohl die Zahl derer, die den Streifen noch von früher kennen und damals überwältigt von der epischen und bildgewaltigen Umsetzung waren. Deshalb finde ich es auch sehr schade, diesen eindeutig für die große Leinwand konzipierten Film jetzt nur auf den heimischen zwanzigundnochwas Zoll Bildschirmdiagonale begutachten zu können, denn so kann ich bestenfalls nur den Hauch einer Ahnung bekommen, welch eine Wirkung er damals auf die Kinozuschauer ausgeübt haben muss.
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The Loyal 47 Ronin (Chûshingura)

IMDB/OFDB

Japan, 1958

Regie: Kunio Watanabe

Jetzt auch in Farbe! Das ist leider so ziemlich alles gute, was ich zu dieser Umsetzung zu sagen habe. Offenbar wollte man unbedingt episch werden bei den Daiei-Studios und das ist mal gehörig in die Hose gegangen. Anstatt einer packenden Erzählung mit Pauken und Trompeten haben wir es hier mit einer visuell eher langweiligen Pathos- und Kitschattacke zu tun, die über die dreistündige Laufzeit nur schwer zu ertragen ist. Ein einziges Emokonzert ist das, überall wird nur gejammert, geheult, geschmachtet, und am Ende ritzen sie sich halt nicht die Arme sondern den Bauch auf…
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The Loyal 47 Ronin (Genroku Chûshingura)

IMDB/OFDB

Japan, 1941/-42

Regie: Kenji Mizoguchi

So, bevor ich loslege muss ich erstmal noch was loswerden, das mir seit der Recherche für das Review auf den Nägeln brennt:
Liebe Filmrezensenten, schreibt ihr eigentlich alle voneinander ab? Oder habt ihr einfach Angst, man könnte euch in eine Nazischublade stecken? “The Loyal 47 Ronin” ist ein in seiner Entstehungszeit herausragender und wegweisender Film, gar keine Frage. Aber warum muss ich in jedem verf***ten Review so einen Standardsatz lesen, irgend so was in die Richtung, dass das Regime einen vor Nationalismus sprühenden Propagandafilm von Mizoguchi wollte, er aber, ganz subversiv, ein super kritisches, propagandafreies Meisterwerk abgeliefert habe? Hallo, geht’s noch? Muss euch ein Film erst mit dem Holzhammer einbläuen wie böse doch die Amis und Soviets sind, wie toll das Vaterland und wie richtig es ist, einen Krieg zu führen, damit ihr propagandistische Tendenzen erkennt? Ein sehenswerter, stilistisch sogar bahnbrechender Film ist es geworden, und das ist Mizoguchis herausragendem Talent zu verdanken. Auch ist es gut möglich, dass Mizoguchi bewusst gegen die Intentionen der Japanischen Regierung arbeitete, schließlich ist er ja nicht der Japanische Veit Harlan, sondern ein angesehener Regisseur, der wie alle seine Kollegen sich dem Druck von oben beugen musste. Trotzdem ist dem Streifen vom Anfang bis zum Ende die gleiche Intention zu entnehmen wie vielen der deutschen Vorbehaltsfilme aus dem dritten Reich, nämlich der Aufruf zu bedingungsloser Loyalität und blindem Gehorsam, die Erziehung der Bevölkerung zu bereitwilligen Opfern, deren größtes Ziel der “Heldenhafte” Märtyrertod ist. Japanische Geschichte und Tradition hin, Bushido her, in späteren Filmen sehe ich diese Thematik doch um einiges kritischer und reflektierter durchleuchtet. Ihr wollt mir nicht glauben? Dann schaut euch doch zum Beispiel mal Kobayashi’s “Harakiri” an. Also was ist euer verdammtes Problem? Findet den Film doch einfach gut, das ist er auch. Aber fangt auch endlich an, ihn als das zu sehen, was er ganz offensichtlich ist: ein von der damaligen Ideologie durchdrungener Propagandafilm, wenn auch ein großartig inszenierter.
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235 Ronin: Ein kleiner Ausblick

Schon länger hatte ich vor, mich mal eingehender mit der auf einer wahren historischen Begebenheit des frühen 18. Jahrhunderts basierenden Geschichte der 47 Ronin zu beschäftigen. Mein primärer Antrieb dazu waren die doch recht häufigen Verweise, Personen oder Nebenschauplätze in diversen Jidai Geki- und Chanbara-Streifen, die der Geschichte der 47 Ronin entstammen oder Filme, die gleich eine komplette Seitenhandlung oder Vorgeschichte der bekannten Story erzählen. Jedesmal hatte ich das dumpfe Gefühl, aufgrund des mir fehlenden Kontextes nur Bahnhof verstanden zu haben, und nach einigen Zoll- und zeitbedingten Verzögerungen kann ich nun endlich meinen kleinen “47-Ronin”-Marathon starten, bestehend aus fünf der international bekanntesten Adaptionen des klassischen Stoffes. Macht zusammen ‘ne ganz anschauliche Horde (genau 235) von Ronin und im einzelnen sind das Folgende:

The Loyal 47 Ronin (Genroku Chûshingura), 1941/-42, Kenji Mizoguchi

The Loyal 47 Ronin (Chûshingura), 1958, Kunio Watanabe

The 47 Ronin (Chûshingura), 1962, Hiroshi Inagaki

Fall of Ako Castle (Ako-Jo Danzetsu), 1978, Kinji Fukasaku

47 Ronin (Shijûshichinin no shikaku), 1994, Kon Ichikawa

Vor allem bin ich gespannt, wie sich die Interpretation dieses, soviel sei schon mal gesagt, doch sehr traditionellen und tendenziell eher konservative japanische Wertevorstellungen ansprechenden Racheepos über die Jahre verändert hat. Anzumerken sei aber noch, dass ich zu dem Thema mal höchstens ein bisschen an der Oberfläche rumkratzen kann, existieren doch noch hunderte anderer Verfilmungen des Stoffes, wenn man auch die unzähligen TV-Produktionen dazu zählt. Ich wünsche euch und auch mir selbst schon mal viel Spaß dabei :-)

Kill (Kiru)

IMDB/OFDB

Japan, 2008

Regie: Kenta Fukasaku, Mamoru Oshii, Minoru Tahara, Takanori Tsujimoto

Ok, wir steigen ein mit dem bescheuertesten und zusammenhanglosesten Opening das ich seit langem gesehen hab. Und irgendwie bin ich den Machern fast schon dankbar dafür, dass sie durch diese lauwarme CGI-Brühe mit leichtbekleideten Kämpferinnen und Drachen in langweiliger Videospiel-Optik meine Erwartungen schon in den Keller gehen ließen, bevor der Film überhaupt richtig angefangen hatte. So war ich zumindest angemessen vorbereitet auf das, was folgen sollte.

Der erste Beitrag heißt Kilico und stammt von Takanori Tsujimoto, der zuletzt den deutschen Videomarkt mit seinem grausam langweiligen Chanbara-Stinker “Hard Revenge Milly” geentert hat. Und in die gleiche Kerbe schlägt jetzt auch “Kilico”. Erzählt wird mal wieder eine typische Geschichte der harmlosen Büroangestellten Kilina, deren kleine Schwester Kilico von gaaanz bööösen Gangstern gekidnapt wird. Also schnappt sie sich ein Schwert und geht sie befreien, wobei natürlich beide draufgehen. Ein findiger Frankenstein-Arzt implantiert das Gehirn von Kilina (Schwertstich, klar.) in den Körper von Kilico (Kopfschuss, logisch.) und die neu geschaffene Hybridbraut geht nochmal auf Rachefeldzug.
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Blogathon 2010: Panic in High School (Koko dai panikku)

IMDB/OFDB

Japan, 1978

Regie: Sogo Ishii, Yukihiro Sawada

Die Schüler der Nakasu High School stehen unter einem extremen Leistungsdruck. Als eine der etwas angeseheneren Schulen konzentriert sich der Unterricht verstärkt auf das bestehen der Aufnahmeprüfungen für die Uni und nicht jeder Schüler ist dem gewachsen. Als einer ihrer Mitschüler dem Druck nicht mehr standhält und sich vom Dach eines Hochhauses stürzt, eskaliert die Situation. Dem Schüler Jono, der den Mathematiklehrer Ihara und seine oft demütigenden Lehrmethoden für den Selbstmord verantwortlich macht, platzt der Kragen. Er besorgt sich ein Gewehr und stürmt das Schulgebäude. Nachdem er seinen verhassten Lehrer tötet und eine Mitschülerin schwer verletzt, verbarrikadiert er sich mit einigen Geiseln im Gebäude.
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