Samurais und so… › Weil's eh keinen interessiert.
Zurüruck zum Inhalt

The End.

Weil das Blog hier schon seit Jahren vor sich hingammelt, wird es langsam Zeit den Stecker zu ziehen. Dieses Blog wird innerhalb unbestimmter Zeit ins digitale Nirvana verschwinden. Beim Stichwort Nirvana sind wir dann auch gleich bei der Musik angekommen, auch wenn’s mit besagter Band herzlich wenig zu tun hat. Die alten Posts von Samurais und so bleiben nämlich erhalten, nur auf einer anderen Domain. In Zukunft könnt ihr den alten Krempel auf meinem schon etwas länger laufenden Musikblog 12XU in der Kategorie “Film” wiederfinden.
Möglicherweise werde ich auch dort ab und an mal über Filme schreiben, will aber für nichts garantieren.

Zwei Kino-Highlights in Mainz und Wiesbaden

Kurze Durchsage:

Am 5. November startet im Cine Mayence eine Japan-Woche. Zum Programm ist noch nicht viel bekannt (ich versuche noch genaueres in Erfahrung zu bringen), aber der Homepage von Rapid Eye Movies ist schon zu entnehmen, dass wohl Tetsuya Nakashimas Rachedrama Confessions am 5.11. den Auftakt macht.
Update: Des weiteren wird es Ulrike Ottingers unglaublich vielversprechende Dokumentation Unter Schnee sowie ein Kurzfilmprogramm zu bestaunen geben. Genaueres dann hier, wenn das volle Programm steht.

Ein weiteres Muss für alle interressierten: Wenn alle Angaben so stimmen (bestätigt!), wird es gleich zwei mal eine Preview der deutsch-japanischen Co-Produktion Underwater Love, einem schrägen Pink-Musical mit einem launigen Soundtrack des deutsch-französischen Elektropop-Duos Stereo Total, geben. Die Regie führte der Pinkfilm-Altmeister Shinji Imaoka (u.a. Tasogare: Liebestoll im Abendrot), unterstützt von Christopher Doyle hinter der Kamera, bekannt unter anderem durch seine Arbeit für Wong Kar-Wai.
Am 17.10. ist das Teil im Palatin und am 26.10. in der Caligari Filmbühne zu sehen. Lasst euch den Spass nicht entgehen, wenn ihr in der näheren Umgebung wohnt.

Oh Bomb! (Aa Bakudan)

IMDB/OFDB

Japan, 1964

Regie: Kihachi Okamoto

Als der alternde Yakuzaboss Daisaku Ona nach drei Jahren Haft erstmals wieder das Tageslicht erblickt, hat sich die Welt um ihn herum verändert. Wie er nun so zusammen mit dem gleichzeitig entlassenen Taro vor der Gefängnistür steht, wird ihm klar dass hier etwas nicht stimmen kann. Es gibt keine Spalier stehenden Kameraden und keine feierliche Prozession,  denn niemand außer seinem Sohn ist gekommen um seine Wiederkehr zu feiern. In der ehemaligen Zentrale seiner – inzwischen offensichtlich zum Wirtschaftsunternehmen ausgebauten – Organisation angekommen, wird es noch fischiger. Seine Untergebenen zeigen sich ihm gegenüber seltsam reserviert und das Ruder hat offenbar ein schmieriger Typ namens Yasaburo Yato übernommen, ein verwandter oder bekannter seiner damaligen Geliebten, oder aber einfach ihr neuer Stecher? So sicher ist sich da niemand…
Der ist auf jeden fall jetzt in Daisakus Haus eingezogen und macht nicht den Eindruck, als wolle er seinen komfortablen Posten wieder verlassen. Daisukes Familie hingegen musste in eine kleine alte Bruchbude am Stadtrand umsiedeln. Zu allem Überfluss ist Yato auch noch ein hoffnungsvoller Kandidat bei der Bürgermeisterwahl und steuert mit seinen dreist populistischen Parolen auf einen klaren Sieg zu.
Daisuke, der nun in der Welt keinen Platz mehr für seine altmodische Wenigkeit sieht, heckt zusammen mit seinem Knastbruder Taro einen Plan aus um sich an Yato zu rächen. Dieser umfasst unter anderem einen kleinen „Unfall” mit einen geradezu explosiven Schreibwarenartikel.


(weiterlesen)

Manual Of Ninja Arts / Band Of Ninja (Ninja Bugeicho)

IMDB/OFDB

Japan, 1967

Nagisa Ôshima

Von allen Ninjastreifen, die ich mir in letzter Zeit so reingetan habe (und das waren schon einige), sahnt dieser bei mir eindeutig den Exoten- und Originalitätsbonus ab. Der einzige Ausflug des geschätzten und gefürchteten New Wave-Auteurs Nagisa Ôshima in die Welt von Anime und Manga ist ein Film, wie ich ihn zumindest aus dieser Ära des japanischen Films noch nicht zu sehen bekommen habe. Es handelt sich nicht wirklich um einen Animationsfilm, stattdessen filmte Oshima einfach Panel für Panel die Bilder des Manga-Klassikers von Sanpei Shirato ab, schnitt sie gekonnt zu einer rasanten Bilderflut zusammen und garnierte das ganze mit Soundeffekten und gekonntem Voice Acting. Das Ergebnis verblüfft durch seine doch unerwartet “filmischen” Qualitäten. Heutzutage läuft uns etwas ähnliches aus Hollywood ja öfter mal als “Motion Comic” über den Weg. Selten hat man aber bei diesen Werken das Gefühl, wirklich einen Film zu schauen, während nach und nach die von unmotivierten Sprechern vertonten Bilder im Schneckentempo über den Bildschirm flimmern. Ganz anders Ôshimas Variante des filmgewordenen Comics. Die Bilder des mehrbändigen Mangas entwickeln auf zwei Stunden Laufzeit komprimiert ein unglaubliches Gefühl von Action und Dramatik. Wieder einmal zeigt sich hier, dass nicht allein größtmögliches Spektakel auf der Leinwand den Zuschauer zu fesseln vermag. Seine Fantasie und Vorstellungskraft, die uns Menschen angeborene Fähigkeit, die Lücken zwischen den Bildern selbst mit Inhalt zu füllen, erweist sich wie so oft als viel wirkungsvoller.
(weiterlesen)

The Ninja Hunt (Ninja Gari)

IMDB/OFDB

Japan, 1964 / 1982

Regie: Tetsuya Yamauchi

Der Matsuyama-Clan steht auf der Abschussliste des Shogunats und ein noch nicht identifizierter Ninja-Clan wurde mit seiner Auslöschung beauftragt. Die Ziele sind der Thronfolger und zukünftige Fürst Tanemaru, sowie ein Schreiben des Shogunats, in welchem Shogun Iemitsu die Amtsnachfolge des jungen Fürsten absegnet. In einigen Tagen wird ein Botschafter des Shogunats erwartet, der das Schreiben entgegen nimmt und Tanemaru nach Edo begleiten soll. Um bis dahin den Attacken der Ninja standzuhalten, holt sich der Matsuyama-Clan den Ronin Wadakuro Gorozaemon, einen überlebenden des Imazu-Clans, ins Boot, um diesen Wettlauf gegen die Zeit aufzunehmen. Der Imazu-Clan wurde einst selbst Opfer einer vom Shogun veranlassten Ninja-Invasion, und mit seiner dabei gesammelten Erfahrung soll Wadakuro die nötigen Maßnahmen treffen um die Festung zu verteidigen. Mit ihm sind drei Kameraden, die sein hartes Schicksal teilen. Gemeinsam machen sie sich daran, die Verteidigung der Burg zu stählen und alle undichten Stellen zu stopfen. Doch als das größte Problem stellt sich heraus, dass der Haushalt – vermutlich schon Jahre im voraus -  bereits von Spionen und Informanten des Feindes infiltriert wurde. Um sein Ziel zu erreichen und die verborgenen Ninja in den eigenen Reihen zu enttarnen greift Wadakuro zu immer drastischeren und oft unmenschlich brutalen Maßnahmen.
(weiterlesen)

Nippon Connection: Der Freitag

Nun ist der dritte Festivaltag verflogen und ich bin froh, endlich mal wieder im eigenen Bett auspennen zu können. Die kurzen Nächte in Frankfurt machten es mir zuletzt doch etwas schwer, den Filmen wirklich die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die sie eigentlich verdient hätten. Jetzt ist erst mal auschillen angesagt und am Sonntag geht’s dann noch mal für zwei weitere Filme nach Frankfurt.
(weiterlesen)

Nippon Connection: Der Donnerstag

Experimentell ging’s heute los mit dem Zweiergespann Midori-ko und Still in Cosmos. Bei letzterem handelt es sich um eine experimentelle Arbeit von Takashi Makino, die ursprünglich als Videoinstallation erdacht wurde. Eine Handlung oder sowas gibt’s nicht, dafür aber einen schnellen, psychedelischen Bilderrausch, der im Zusammenspiel mit dem Soundtrack des geschätzten Experimentalmusikers Jim O’Rourke seltsame Effekte im Hirn des Zuschauers auslöst. Nur etwas lauter hätte es noch sein können :-)
(weiterlesen)

Nippon Connection: Der Mittwoch

Guter Start war das heute. In Frankfurt angekommen und festgestellt, dass der Puff sich direkt vor der Tür vom Hostel befindet (und gefühlte hundert weitere schäbige Locations), das gehört hier wohl zum Service. ;-)   Naja, Spaß beiseite, nettes und stylisches Plätzchen ist das hier, das sich fast unbemerkt inmitten von einem Umfeld aus Stripclubs und offensichtlichem Drogenhandel eingenistet hat.
Auch sehr nett war die spontane Begegnung mit einem jungen Herrn beim gelangweilten rumhängen und warten in der Lounge. Der Kerl stellte sich schnell als Shun Sakaida heraus, der Regisseur des am Samstag laufenden Streifens “A Demon has Come”. Als ich ihm sagte, dass ich der Vorstellung leider nicht beiwohnen kann, schenkte er mir ohne zu zögern eine DVD des Films. Danke, Shun.

Und jetzt aber zu den Filmen. Für den Einstieg hatte ich mir zwei Filme aus dem Nippon Visions-Programmblock ausgewählt, der jungen Newcomern sowie auch etablierten Independent-Regisseuren ein Forum bieten soll. Hab’s nicht bereut.
(weiterlesen)

Nippon Connection 2011 (und ja, ich lebe noch.)

Ruhig ist es hier geworden in letzter Zeit. Das liegt in erster Linie an zu viel Arbeit, zu wenig Zeit und einem generellen Mangel an Motivation, mir regelmäßig ein paar unbeholfene Sätze für ein neues Review aus meinem müden Hirn heraus zu quetschen. Eigentlich habe ich das Blog mal als reine Beschäftigungstherapie gestartet, die ich jetzt nicht mehr wirklich nötig habe… Es wird hier trotzdem bald weiter gehen, aber wohl eher unregelmäßig, so wie’s mir gerade in den Kram passt.

Und jetzt zu den guten Nachrichten (die unschönen aus Japan kennt ihr ja alle schon hinreichend): Nächste Woche findet trotz aller traurigen Ereignisse zum 11. mal die Nippon Connection in Frankfurt statt und ich werde endlich mal dabei sein. Meine Planung sieht so aus:

Mittwoch:
20:15 The Rise and Fall of the Unparalleled Band (Aosugita guilty)
22:15 Doman Seman (Horikawa nakatachiuri)

Donnerstag:
14:00 Midori-ko / Still in Cosmos
17:00 Cold Fish (Tsumetai nettaigyo)
20:00 Heaven`s Story

Freitag:
12:00 Arrietty (Karigurashi no Arrietty)
14:30 Permanent Nobara
18:00 CALF Animation Special

Samstag:
…bleib ich daheim ;-)

Sonntag:
16:00 Coming Future (Shinka)
19:45 Colorful

Ich werde hier natürlich davon berichten, wenn’s soweit ist und vielleicht taucht ja auch noch der eine oder andere bloggende Kollege auf. Freu mich schon tierisch drauf. :-)

Hitokiri

IMDB/OFDB

Japan, 1969

Regio: Hideo Gosha

In den letzen Momenten des Tokugawa-Shogunats wimmelt es von korrupten Herschern und Bossen, die aus der chaotischen Situation Profit schlagen und ihre Stellung verbessern wollen. In dieser kurzen Ära des Aufruhrs fasst der völlig abgebrannte Ronin Izo Okada neuen Mut, als Hanpeita Takechi, Anführer des Tosa-Clans, ihm eine Stellung anbietet, um von seinen enormen Fähigkeiten zu profitieren und ihn als gnadenlosen Auftragsmörder auf seine Widersacher anzusetzen. In seinem blinden Streben nach Ruhm, Geld und Beachtung bemerkt Okada erst viel zu spät, dass er längst zur willenlosen Marionette Takechis geworden ist und dieser schon lange Pläne gefasst hat, ihn nach getaner Arbeit zu beseitigen…
(weiterlesen)