Zurüruck zum Inhalt

235 Ronin: Das war’s auch schon…

…für mich ist das Thema jetzt auf jeden Fall erst mal erledigt, abgefrühstückt und durchgefickt. Mein Bedarf an guten und schlechten Bearbeitungen des Stoffes ist vorerst gesättigt, sollte ich aber noch irgendetwas richtig tolles verpasst haben, bin ich weiterhin offen für eure Empfehlungen. :-)

Nun bleibt die Frage, was ich zum Einstieg empfehlen würde. Eine eindeutige Empfehlung kann ich leider nicht geben, das ist echt Geschmackssache.

Sehr schlechte Menschen mit dem unbedingten Willen zur Selbstbestrafung können es mal mit Kunio Watanabes ’58er oder Kon Ichikawas ’94er Fassung versuchen.
Cineastische Feinschmecker mit viel Geduld werden mit der Mizoguchi-Verfilmung glücklich.
Wem eher der Sinn nach rasanter Popcorn-Unterhaltung steht, dem lege ich die Fukasaku-Version ans Herz.
Und wer es gerne als farbenfrohes Epos mit Pauken und Trompeten mag, sollte Inagakis ’62er Werk nicht verpassen.

Noch ‘n paar Worte zur Verfügbarkeit der Filme:

Die Fassungen von Mizoguchi und Inagaki sind auf – gemessen am jeweiligen Alter der Filme – sehr ordentlichen PAL-DVDs beim australischen Label Madman erschienen, beide sind den vergriffenen US-Veröffentlichungen weit überlegen.
Die (nicht so empfehlenswerten) Fassungen von Watanabe und Ichikawa gibt’s  in guter Qualität beim US-Label Animeigo.
Die Fukasaku-Verfilmung gibt es entweder als (vergriffene) Einzel-DVD vom US-Label Adness oder als Teil der durchaus empfehlenswerten “Shogun Collection” (enthält neben zwei eher trashig-spaßigen Filmen auch den im Review angesprochenen Fukasaku-Chiba-Film “Shogun’s Samurai”) von BCI Eclipse. Beide DVDs sind vom Cover abgesehen identisch, beide sind vergriffen. Zumindest die Box sollte aber noch günstig auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen sein. Bild und Ton sind hervorragend.

4 Kommentare

  1. Manfred Polak schrieb:

    Es gibt auch eine Version von Toshio Matsumoto. Die kenne ich zwar nicht, aber vom Regisseur von FUNERAL PARADE OF ROSES kann man sicher Außergewöhnliches erwarten, und Jacoby ist auch ganz begeistert. Zitat:

    A new stylistic integrity was visible in Pandemonium (Shura, 1971), Matsumoto’s masterpiece and a film of astonishing emotional intensity. [...] Matsumoto subverted the grand tragedy of the traditional narrative by instead recounting a sordid revenger’s tragedy [...] The film’s deliberate artificiality, employing stylized sets and the device of staging scenes repeatedly with different outcomes, unsettlingly blurred the distinction between reality and the protagonist’s obsessive fantasies.

    Haben will!

    Thursday, 3. February 2011 um 17:51 | Permalink
  2. Groschi schrieb:

    Hey Manfred, danke für den Tipp, das klingt mal wirklich nach einer interessanten Umsetzung des Stoffes. Ich muss mich dann mal schlau machen, ob’s da irgendwo ‘ne englisch untertitelte Veröffentlichung von gibt.

    Friday, 4. February 2011 um 12:40 | Permalink
  3. mono.micha schrieb:

    Geht mir genauso. Allerdings bin ich nicht ganz so nervös wie ihr, der Film liegt hier gleich neben mir. ;.)

    Friday, 4. February 2011 um 22:42 | Permalink
  4. Manfred Polak schrieb:

    mono.micha, jetzt erwarten wir natürlich eine Besprechung auf Scheeland. Und was heißt hier “nervös”? Mit meinen Nerven aus Stahlseilen hab ich gerade für $20,50 eine DVD bei Ebay geordert. Da gäb es auch noch eine zum halben Preis, aber der Heini liefert nicht nach Deutschland.

    Saturday, 5. February 2011 um 00:14 | Permalink

Einen Kommentar schreiben

Ihre Email wird NIE veröffentlicht oder weitergegeben. Benötigte Felder sind markiert *
*
*