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	<title>Samurais und so... &#187; Yakuza</title>
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	<description>Weil&#039;s eh keinen interessiert.</description>
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		<title>Oh Bomb! (Aa Bakudan)</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 18:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Groschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kabuki]]></category>
		<category><![CDATA[Kihachi Okamoto]]></category>
		<category><![CDATA[Yakuza]]></category>

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		<description><![CDATA[IMDB/OFDB Japan, 1964 Regie: Kihachi Okamoto Als der alternde Yakuzaboss Daisaku Ona nach drei Jahren Haft erstmals wieder das Tageslicht erblickt, hat sich die Welt um ihn herum verändert. Wie er nun so zusammen mit dem gleichzeitig entlassenen Taro vor der Gefängnistür steht, wird ihm klar dass hier etwas nicht stimmen kann. Es gibt keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.imdb.com/title/tt0307937/">IMDB</a>/<a href="http://www.ofdb.de/film/75611,%C3%82-bakudan">OFDB</a></strong></p>
<p><strong>Japan, 1964</strong></p>
<p><strong>Regie: Kihachi Okamoto</strong></p>
<p><em>Als der alternde Yakuzaboss Daisaku Ona nach drei Jahren Haft erstmals wieder das Tageslicht erblickt, hat sich die Welt um ihn herum verändert. Wie er nun so zusammen mit dem gleichzeitig entlassenen Taro vor der Gefängnistür steht, wird ihm klar dass hier etwas nicht stimmen kann. Es gibt keine Spalier stehenden Kameraden und keine feierliche Prozession,  denn niemand außer seinem Sohn ist gekommen um seine Wiederkehr zu feiern. In der ehemaligen Zentrale seiner &#8211; inzwischen offensichtlich zum Wirtschaftsunternehmen ausgebauten &#8211; Organisation angekommen, wird es noch fischiger. Seine Untergebenen zeigen sich ihm gegenüber seltsam reserviert und das Ruder hat offenbar ein schmieriger Typ namens Yasaburo Yato übernommen, ein verwandter oder bekannter seiner damaligen Geliebten, oder aber einfach ihr neuer Stecher? So sicher ist sich da niemand&#8230;</em><br />
<em> Der ist auf jeden fall jetzt in Daisakus Haus eingezogen und macht nicht den Eindruck, als wolle er seinen komfortablen Posten wieder verlassen. Daisukes Familie hingegen musste in eine kleine alte Bruchbude am Stadtrand umsiedeln. Zu allem Überfluss ist Yato auch noch ein hoffnungsvoller Kandidat bei der Bürgermeisterwahl und steuert mit seinen dreist populistischen Parolen auf einen klaren Sieg zu.</em><br />
<em> Daisuke, der nun in der Welt keinen Platz mehr für seine altmodische Wenigkeit sieht, heckt zusammen mit seinem Knastbruder Taro einen Plan aus um sich an Yato zu rächen. Dieser umfasst unter anderem einen kleinen „Unfall” mit einen geradezu explosiven Schreibwarenartikel.</em></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0315.jpg"><img class="size-full wp-image-1255 alignnone" title="03" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0315.jpg" alt="" width="684" height="284" /></a><span id="more-1246"></span></p>
<p>Kihachi Okamoto, bekannt unter anderem durch die auch hierzulande erschienenen Jidai Geki-Klassiker „Sword Of Doom” und „Kill!”, hat eine sehr vielseitige Karriere hingelegt. Er reiht sich nahtlos in eine Reihe junger wilder Regisseure ein, die als Jugendliche den Krieg überlebten und in den 60er Jahren das Samuraikino ideologisch gegen den Strich bürsteten, traditionelle Werte in Frage stellten und, mal aufrüttelnd, mal eher augenzwinkernd, die Absurdität und Unmenschlichkeit des kompromisslosen Bushido-Lifestyles aufzeigten. Im Zuge des Niedergangs der kommerziellen Filmindustrie ab mitte der Sechziger Jahre fand er dann regelmäßig zuflucht in der <a href="http://www.midnighteye.com/features/art-theatre-guild.shtml">Art Theatre Guild</a>, wo er ein größeres maß an künstlerischer Freiheit genoss. Seine Filmographie umfasst nicht nur die erwähnten, international beachteten Samuraiklassiker, sondern unter anderem auch einen ganzen Haufen überwiegend satirischer Kriegsfilme und harsträubender Gegenwartskomödien.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0612.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1257" title="06" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0612.jpg" alt="" width="684" height="284" /></a></p>
<p>Einen der schrägsten Vertreter letzterer stellt der vorliegende „Aa Bakudan” dar. Eine geradezu stereotypische Yakuzageschichte entlädt sich nicht etwa in blutigen Gewaltorgien und großem Actionspektakel, sondern wird durch den Fleischwolf einer bis zum Anschlag ironischen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=67-bgSFJiKc">Kabuki</a>-Performance gezogen, angereichert mit ebenso unpassend erscheinenden Broadway-Musicaleinlagen und vielen weiteren Schrägheiten. Hier durfte sich offenbar ein Regisseur mal so richtig kreativ austoben und über alle Stränge schlagen. Wie zu erwarten ist das ganze an der Kinokasse ziemlich gefloppt.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/058.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1256" title="05" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/058.jpg" alt="" width="684" height="284" /></a></p>
<p>Verständlich, denn über die gesamte Lauflänge mag der Film leider nicht so richtig zünden. In der zweiten Hälfte franst die Story merklich aus, und was das Potenzial zu einer bitterbösen Genresatire gehabt hätte, wandelt sich leider zu einer zu einer ziemlich richtungslos vor sich hin dümpelnden Slapstickrevue. Okamoto tappt eindeutig in die Egofalle und verfängt sich dazu noch in einigen Fallstricken der von ihm persiflierten oder zitierten Genres, deren Einsatz zunehmend zum Selbstzweck verkommt. Dass das ganze Chaos trotzdem noch gerade so auf allen vieren über die Zielgeraden zu kriechen vermag ist der großartig absurden performance von Yûnosuke Itô als abgewrackter Yakuza sowie einigen großartigen visuellen Einfällen und Gags zu verdanken, die dann doch immer wieder meine Aufmerksamkeit zurückerlangten, als die Story sie schon längst verloren hatte. Eine milde Enttäuschung also, aber wegen einer unvergesslichen ersten Hälfte trotzdem unbedingt eine Empfehlung für Fans der schrägen Filmkunst.</p>
<p><strong>Wertung: 6/10</strong></p>
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		<title>Blogathon 2010: Trail of Blood (Mushukunin Mikogami no Jôkichi: Kiba wa hikisaita)</title>
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		<comments>http://www.samuraisundso.de/2010/11/04/blogathon-2010-trail-of-blood-mushukunin-mikogami-no-jokichi-kiba-wa-hikisaita/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 06:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Groschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogathon 2010 (German)]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Chanbara]]></category>
		<category><![CDATA[Japanese Film Blogathon 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Kazou Ikehiro]]></category>
		<category><![CDATA[Samurai]]></category>
		<category><![CDATA[Yakuza]]></category>

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		<description><![CDATA[Japan, 1972 Regie: Kazuo Ikehiro Ok, da müssen wir jetzt durch. Also: Gejagter und schwer verletzter Samurai mit düsterer Vergangenheit findet Zuflucht im Haus von gastfreundlicher Witwe. Samurai verliebt sich und lässt Finger bei lokalen Yakuza liegen um unbehelligt heiraten zu dürfen. Yakuza killen die Frau, Samurai übt Rache. Das war&#8217;s dann auch schon, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Japan, 1972</strong></p>
<p><strong>Regie: Kazuo Ikehiro</strong></p>
<p><em><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/Trail-Of-Blood.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-767" title="Trail Of Blood" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/Trail-Of-Blood.jpg" alt="" width="214" height="314" /></a>Ok, da müssen wir jetzt durch. Also: Gejagter und schwer verletzter Samurai mit düsterer Vergangenheit findet Zuflucht im Haus von gastfreundlicher Witwe. Samurai verliebt sich und lässt Finger bei lokalen Yakuza liegen um unbehelligt heiraten zu dürfen. Yakuza killen die Frau, Samurai übt Rache. Das war&#8217;s dann auch schon, so in etwa.</em></p>
<p>Also mal mit einfacheren Worten: wir haben es hier mit einem durch und durch mittelmäßigen Chanbara-Vertrer zu tun. Handwerklich durchaus solide, aber frei von jeglichen Überraschungen.  Was soll man dazu schon großes erzählen, abgesehen von der konkreten Umsetzung? Die ist ganz brauchbar. Es passiert genug in diesem Film, um nicht total zu langweilen, aber auch wenig, was einen vom Hocker reißen könnte. Die wenigen Actionszenen sind sogar richtig gelungen und machen Spaß. Von Seiten der Darsteller gibt es so einige Kitschdialoge und den üblichen &#8220;jetzt ist er wütend&#8221;-Ausflipper zu ertragen.</p>
<p>Es wurden noch ein paar Sequels produziert, vielleicht nimmt die Reihe da noch an Fahrt auf, aber angesichts von soviel lazy writing wie&#8217;s der erste Teil einem schon zumutet, hab ich nicht viel Lust, dem weiter nachzugehen. Und auch nicht mal, einen vernünftigen Screenshot zu erstellen, wie ihr seht. <img src='http://www.samuraisundso.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So, das war&#8217;s. Ein nicht sehr langes Review für einen nicht sehr erwähnenswerten Film. Kann man sich reintun, wenn man gerade nichts besseres zur Hand hat.</p>
<p><strong>Wertung: 5/10</strong></p>
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		<title>Blogathon 2010: The Yakuza Papers (Battles Without Honor and Humanity)</title>
		<link>http://www.samuraisundso.de/2010/11/03/the-yakuza-papers-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 02:44:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Groschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogathon 2010 (German)]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Japanese Film Blogathon 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Kinji Fukasaku]]></category>
		<category><![CDATA[Yakuza]]></category>

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		<description><![CDATA[Battles Without Honor and Humanity (Jingi naki tatakai) (IMDB/OFDB) Deadly Fight in Hiroshima  (Jingi naki tatakai: Hiroshima shito hen)(IMDB/OFDB) Proxy War (Jingi naki tatakai: dairi sensô) (IMDB/OFDB) Police Tactics (Jingi naki tatakai: Chojo sakusen) (IMDB/OFDB) Final Episode (Jingi naki tatakai: Kanketsu-hen) (IMDB/OFDB) Japan, 1973-&#8217;74 Regie: Kinji Fukasaku 2007 erschien &#8220;Battles Without Honor and Humanity&#8221; erstmals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Battles Without Honor and Humanity (Jingi naki tatakai)</em> (<a href="http://www.imdb.com/title/tt0070246/">IMDB</a>/<a href="http://www.ofdb.de/film/32884,Battles-Without-Honor-and-Humanity">OFDB</a>)</p>
<p><em>Deadly Fight in Hiroshima  (Jingi naki tatakai: Hiroshima shito hen)</em>(<a href="http://www.imdb.com/title/tt0070245/">IMDB</a>/<a href="http://www.ofdb.de/film/50107,Battles-Without-Honor-and-Humanity-Deadly-Fight-in-Hiroshima">OFDB</a>)</p>
<p><em>Proxy War (Jingi naki tatakai: dairi sensô)</em><strong> </strong>(<a href="http://www.imdb.com/title/tt0071696/">IMDB</a>/<a href="http://www.ofdb.de/film/67895,Battles-Without-Honor-and-Humanity-Proxy-War">OFDB</a>)</p>
<p><em>Police Tactics (Jingi naki tatakai: Chojo sakusen)</em><strong> </strong>(<a href="http://www.imdb.com/title/tt0070244/">IMDB</a>/<a href="http://www.ofdb.de/film/67896,Battles-Without-Honor-and-Humanity-Police-Tactics">OFDB</a>)</p>
<p><em>Final Episode (Jingi naki tatakai: Kanketsu-hen)</em><strong> </strong>(<a href="http://www.imdb.com/title/tt0226018/">IMDB</a>/<a href="http://www.ofdb.de/film/67897,Battles-Without-Honor-and-Humanity-Final-Episode">OFDB</a>)</p>
<p><strong>Japan, 1973-&#8217;74</strong></p>
<p><strong>Regie: Kinji Fukasaku</strong></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0110.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-734" title="01" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0110.jpg" alt="" width="400" height="168" /></a>2007 erschien &#8220;Battles Without Honor and Humanity&#8221; erstmals in Deutschland auf DVD und ließ mich damals ziemlich ratlos zurück. Was war das bloß für ein seltsames Ding von einem Film, der innerhalb der ersten Viertelstunde schon so viele Charaktere einführt und zur Schlachtbank führt, dass es schon für zwei &#8220;normale&#8221; Filme gereicht hätte? Der scheinbar auf moralische Werte pfeift, keine Position zum Geschehen bezieht, keinen klaren Helden oder so was wie eine Hauptfigur erkennen lässt und zum Schluss ein unbefriedigendes offenes Ende serviert, als wolle er einem sagen, dass die vergangenen anderthalb Stunden eh vollkommen sinnlos waren?</p>
<p>Ein paar Jahre später bin ich etwas schlauer, ein wenig besser mit dem Werk des Regisseurs (der hierzulande meist nur mit seinem umstrittenen Spätwerk &#8220;Battle Royale&#8221; in Verbindung gebracht wird) und dem Yakuza-Genre im allgemeinen vertraut und weiß jetzt vor allem auch, dass es sich bei dem Film um den Auftakt einer fünfteiligen Reihe handelt, auf die dann auch noch ein dreiteiliges Sequel folgen sollte. Keine Ahnung was sich die deutschen Publisher dabei gedacht hatten, den Film so außerhalb seines Kontextes zu veröffentlichen, aber jetzt habe ich mir endlich mal die Zeit genommen, dieses ungewöhnliche Epos in voller Länge zu begutachten.<span id="more-700"></span></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0310.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-735" title="03" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0310.jpg" alt="" width="400" height="168" /></a>Wie schon gesagt, regiert von Anfang an das Chaos. Im ersten Teil werden wir Zeuge, wie eine Hand voll Kleinganoven in Hiroshima das allgemeine Nachkriegschaos dazu nutzen, zu einflussreichen Yakuzasyndikaten aufzusteigen. Von Anfang an schockt die schnörkellose Brutalität, mit der die Machtkämpfe der rivalisierenden Gangs inszeniert werden. Da ist nix mit stilisierter Choreographie und coolen Actionstandards; die Gewaltausbrüche sind schnell, dreckig, realistisch und ihr Ausgang oft unvorhersehbar. Mit maßvollem Handkameraeinsatz in den Actionszenen zieht Fukasaku den Zuschauer mitten rein ins Chaos auf der Leinwand. Statt ihm das Geschehen fein sortiert auf dem Silbertablett zu servieren, ist dieser erstmal überwältigt und fragt sich, wass zum Henker denn gerade eigentlich geschehen ist.</p>
<p>Auch auf der Handlungsebende machen die Filme es dem Zuschauer nicht unbedingt leicht. Mit einer geradezu dokumentarischen Distanz und in halsbrecherischem Tempo spulen sie das Geschehen ab, und wenn man, so wie ich etwa, ein eher mangelhaftes Namensgedächtnis besitzt, wird es mitunter schwierig, die unzähligen Verschwörungen, Feind- und Partnerschaften, Charaktere und ihre Zugehörigkeit und Motive einzuordnen. Möglicherweise beabsichtigte Fukasaku auch genau das, auf jeden Fall hat es mich nicht gestört, nicht jeden einzelnen Handlungsstrang zu überblicken, vielmehr macht diese Tatsache die Unüberschaubarkeit und Turbulenz der Ereignisse geradezu körperlich spürbar.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/067.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-736" title="06" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/067.jpg" alt="" width="400" height="168" /></a>Anfangs gibt es kaum Bezugspunkte, einen klaren &#8220;Helden&#8221; oder eine erkennbare Hauptfigur, an welcher der Zuschauer sich festklammern könnte und die ihn durch die Handlung führt. So ab dem zweiten Teil wird jenem aber dann doch ein Minimum an notwendigem Halt geboten, indem sich langsam der eigenbrötlerische Hirono und sein Grüppchen als ein roter Faden herausstellt, der die ganze Handlung zusammenhält. Das ist auch dringend nötig, ist er doch die einzige wirkliche Konstante in diesem Film, in dem die Fronten schneller gewechselt sind als die Unterwäsche der beteiligten und anfangs kaum jemand länger als einige Leinwandminuten überlebt.</p>
<p>Auch das bessert sich ab dem zweiten Teil merklich. Langsam kristallisieren sich die einzelnden Banden und ihre (wie immer, vorläufige) Rolle im Geschehen heraus. Der Fokus bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen verlagert sich zunehmend auf die kleinen Fische und ihre schnelle Dezimierung im Schlachtengefecht, und obwohl sie meistens schon bald wieder auf blutige Art und Weise von der Bildfläche verschwinden, schenkt der Film ihnen die gleiche Aufmerksamkeit wie ihren Bossen und Drahtziehern. Dank dieser Verlagerung der Schlachtfelder bildet sich dann unter den höheren Tieren auch endlich so etwas wie ein &#8220;festes&#8221; Ensemble heraus, lenkt so den Film in etwas einfacher nachvollziehbare Bahnen.</p>
<p>Stets halten die Filme den Zuschauer auf Distanz. Sie rechtfertigen oder verurteilen ihre Protagonisten nicht, bieten keine simplen Antworten oder eine vorgegekaute Moral. Auch für eingefahrene Konzepte von Heldentum und romantisierende Yakuzamythen ist hier kein Platz. Die Handlung verweigert sich konsequent der Einordnung durch den Zuschauer, möchte für ihn keine Antworten geben oder Schlüsse ziehen. Viel mehr ist &#8220;Battles Withour Honor and Humanity&#8221; das bis dahin wohl schonungsloseste und  realistischste (?) Portrait vom Wiederaufstieg einer kriminellen Subkultur, die sich bis heute gehalten hat und die japanische Gesellschaft nach wie vor mitprägt.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/15.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-737" title="15" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/15.jpg" alt="" width="400" height="168" /></a>Das alles war ein radikaler Bruch mit der bisherigen Filmtradition, denn bis dahin tendierten die Filme jenes Genres eher zu einder idealisierten Darstellung des Yakuza-Lifestyles und stilisierten ihre Protagonisten zu aufrechten Helden, die für ihre eigene Auffassung von Ehre und Gereichtigkeit kämpfen. Genau diese verlogenen Identifikationswerte lässt Fukasaku aus, überlässt es dem Zuschauer, aus dem Geschehen schlau zu werden oder auch nicht. Spätere Filme wie &#8220;Graveyard Of Honor&#8221; (komisch, da ist sie auf einmal doch, die Ehre) trieben Fukasakus nihilistische Erzählweise noch weiter auf die Spitze, wenn zum Beispiel in letztgenanntem Film der Erzähler den brutalen, seelisch kaputten, Frauen vergewaltigenden Hauptcharakter als einen starken Helden (der genaue Wortlaut war vielleicht etwas anders, sorry) bezeichnet, ihn sozusagen zum Vorbild stilisiert, und so den Zuschauer mit aller Gewalt dazu zwingt, selbst Position zu beziehen. &#8220;Battles&#8230;&#8221; bleibt aber sein unumstrittenes Meisterwerk, und man muss Kinju Fukasaku, von seinen ernormen handwerklichen Fähigkeiten mal ganz abgesehen, seinen Mut und seine Kompromisslosigkeit hoch anrechnen, mit der er das japanische Kino in den schwierigen Siebzigern nachhaltig veränderte und bis heute prägt.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/17.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-733" title="17" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/17.jpg" alt="" width="400" height="168" /></a>Und wie hat sich der Film über die Jahre gehalten? Erstaunlich gut. Das von ihm eingeläutete Genre ist längst zu einer Karikatur seiner selbst geworden, &#8220;Battles Without Honor and Humanity&#8221; dagegen sucht immer noch seinesgleichen. Klar hat der Film heute nicht mehr die Skandalwirkung, mit der er damals sein jugendliches Publikum in der politisch aufgeladenen Atmosphäre der 70er Jahre aufrüttelte. Aber ein ziemlich intensives Erlebnis ist er immer noch, und seinen Status als essentieller Klassiker seines Genres kann man ihm kaum abstreiten.</p>
<p><strong>Wertung: 8/10</strong></p>
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		<title>Loved Gun</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Oct 2010 03:08:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Groschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Aoi Miyazaki]]></category>
		<category><![CDATA[Film Noir]]></category>
		<category><![CDATA[Kensaku Watanabe]]></category>
		<category><![CDATA[Yakuza]]></category>

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		<description><![CDATA[IMDB/OFDB Japan, 2004 Regie: Kensaku Watanabe Der Auftragsmörder Hayamada ist auf der Flucht vor seinen früheren Auftraggebern. Sie haben seinen Ex-Kollegen Maruyama und den unerfahrenen Taneda beauftragt, ihn zu beseitigen. Am Ende sener Kräfte und schwer verletzt trifft er auf die verschlossene und vom eigenen Schicksal arg gebeutelte Miyuki. Eigentlich möchte er ihr nur ihren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.imdb.com/title/tt0435153/" target="_blank">IMDB</a>/<a href="http://www.ofdb.de/film/65072,Loved-Gun">OFDB</a></strong></p>
<p><strong>Japan, 2004</strong></p>
<p><strong>Regie: Kensaku Watanabe</strong></p>
<p><em>Der Auftragsmörder Hayamada ist auf der Flucht vor seinen früheren Auftraggebern. Sie haben seinen Ex-Kollegen Maruyama und den unerfahrenen Taneda beauftragt, ihn zu beseitigen. Am Ende sener Kräfte und schwer verletzt trifft er auf die verschlossene und vom eigenen Schicksal arg gebeutelte Miyuki. Eigentlich möchte er ihr nur ihren Mororroller als ein weiteres Fluchtfahrzeug stehlen, doch es kommt anders als sich Miyuki gar nicht von &#8220;Akira&#8221;, seinem knallroten Revolver, beeindrucken lässt. Stattdessen bricht er zusammen, und als er im Krankenhaus wieder erwacht, ist auch seine Leblingswaffe verschwunden. Er macht Miyuki ausfindig, die Akira für ihn &#8220;aufbewahrt&#8221; hat. Sie gibt ihm die Waffe wieder, unter der Bedingung, dass er einen letzten Mordauftrag für sie ausführt. Währenddessen kommen seine Verfolger unaufhaltsam näher.</em></p>
<p><em><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/093.jpg"><img class="size-full wp-image-644 alignnone" title="09" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/093.jpg" alt="" width="688" height="368" /></a><br />
</em></p>
<p><span id="more-631"></span>Volltreffer!</p>
<p>Düsterer Noir war ja eigentlich nie ganz verschwunden. Das ursprüngliche Genre vielleicht schon, aber seine düstere Atmosphäre und Bildgestaltung konnte man auch in jüngeren Filmen immer wieder fasziniert beobachten, ob in US-Klassikern wie &#8220;Blade Runner&#8221;, dem Christopher Nolan-Durchsbruchwerk &#8220;Memento&#8221;, oder auch sehr könnerhaft im koreanischen &#8220;A Bittersweet Life&#8221; und vielen Werken von Shinya Tsukamoto; Neo-Noir ist quicklebendig und hat nichts von seiner Kraft und Faszinaton verloren. Auch Regisseur Kensaku Watanabe bedient sich in &#8220;Loved Gun&#8221; der bewährten Stilistik, geht aber um einiges weiter und verleiht dem Genre eine sehr willkommene Frischzellenkur.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/055.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-643" title="05" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/055.jpg" alt="" width="688" height="368" /></a></p>
<p>Die Story ist mal wieder sehr basic und folgt der altbewährten &#8220;Gejagter Held findet Zuflucht bei kaputter Frau&#8221;-Formel. Was den Film weit über den Genredurchschnitt heraushebt ist die oft experimentelle Erzählform und eine ganze Tonne schräger visueller Ideen, die auch in frühen Godard-Filmen nicht fehl am Platz gewirkt hätten und auch das durchgeknallte Spätwerk Seijun Suzukis hat hier seine Spuren hinterlassen. Konsequenter als manch anderer zieht Watanabe die beklemmende Noir-Stimmung durch, nur um den Zuschauer ohne mit der Wimper zu zucken mit geradezu surrealen oder einfach nur absurd komischen Einlagen zu überraschen. Er kennt sein Genre, er zitiert, zelebriert, fickt,  parodiert und dekonstruiert es als gäbe es nichts selbstverständlicheres auf der Welt.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/113.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-645" title="11" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/113.jpg" alt="" width="688" height="368" /></a></p>
<p>Auch auf allen anderen Ebenen ist &#8220;Loved Gun&#8221; souverän inszeniert. Die Schauspieler machen ihre Sache durchweg gut und mir fällt einfach nichts gravierend negatives auf, was ich über den Film berichten könnte, und das will schon was heißen. Somit kommt jetzt auch Regisseur Kensaku Watanabe auf meine &#8220;zu beobachten&#8221;-Liste, da geht bestimmt noch einiges.</p>
<p><strong>Wertung:9/10</strong></p>
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