<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Samurais und so... &#187; Chanbara</title>
	<atom:link href="http://www.samuraisundso.de/tag/chanbara/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.samuraisundso.de</link>
	<description>Weil&#039;s eh keinen interessiert.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 09 Jun 2015 10:13:34 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Hitokiri</title>
		<link>http://www.samuraisundso.de/2011/02/03/hitokiri/</link>
		<comments>http://www.samuraisundso.de/2011/02/03/hitokiri/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 23:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Groschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Chanbara]]></category>
		<category><![CDATA[Hideo Gosha]]></category>
		<category><![CDATA[Jidai Geki]]></category>
		<category><![CDATA[Shintaro Katsu]]></category>
		<category><![CDATA[Tatsuya Nakadai]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.samuraisundso.de/?p=1030</guid>
		<description><![CDATA[IMDB/OFDB Japan, 1969 Regio: Hideo Gosha In den letzen Momenten des Tokugawa-Shogunats wimmelt es von korrupten Herschern und Bossen, die aus der chaotischen Situation Profit schlagen und ihre Stellung verbessern wollen. In dieser kurzen Ära des Aufruhrs fasst der völlig abgebrannte Ronin Izo Okada neuen Mut, als Hanpeita Takechi, Anführer des Tosa-Clans, ihm eine Stellung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.imdb.com/title/tt0200710/">IMDB</a>/<a href="http://www.ofdb.de/film/48703,Tenchu">OFDB</a></strong></p>
<p><strong>Japan, 1969<br />
</strong></p>
<p><strong>Regio: Hideo Gosha</strong></p>
<p><em><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0113.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1065" title="01" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0113.jpg" alt="" width="392" height="160" /></a>In den letzen Momenten des Tokugawa-Shogunats wimmelt es von korrupten Herschern und Bossen, die aus der chaotischen Situation Profit schlagen und ihre Stellung verbessern wollen. In dieser kurzen Ära des Aufruhrs fasst der völlig abgebrannte Ronin Izo Okada neuen Mut, als Hanpeita Takechi, Anführer des Tosa-Clans, ihm eine Stellung anbietet, um von seinen enormen Fähigkeiten zu profitieren und ihn als gnadenlosen Auftragsmörder auf seine Widersacher anzusetzen. In seinem blinden Streben nach Ruhm, Geld und Beachtung bemerkt Okada erst viel zu spät, dass er längst zur willenlosen Marionette Takechis geworden ist und dieser schon lange Pläne gefasst hat, ihn nach getaner Arbeit zu beseitigen&#8230;<span id="more-1030"></span></em></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0410.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1064" title="04" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0410.jpg" alt="" width="392" height="160" /></a>Es ist schon spaßig anzusehen, wie Hideo Gosha in diesem Film ein ganzes Genre gegen den Strich bürstet, denn &#8220;Hitokiri&#8221; ist alles andere als typische Chanbara-Stangenware. Da wäre erstmal sein Antiheld, gespielt von Zatoichi-Darsteller Shintaro Katsu. Keine Fugur die ins ach so ehrenhafte Samuraiklischee passt. Er ist nicht gerade der Hellste seiner Zunft, ist Geld- und Karrieregeil, säuft wie ein Loch und auch den lokalen Nutten ist er nicht abgeneigt. Aber im Grunde will er ja doch nur von seinen Mitmenschen beachtet und verehrt werden, ein wenig vom schillernden Starruhm abbekommen. Und wenn er sich dann endlich darin suhlen kann, ist er zu verblendet zu bemerken, wie er sich langsam sein eigenes Grab schaufelt. Shintaro Katsu vollbringt die beachtenswerte Leistung, seinen Charakter unglaublich blöd und tollpatschig aussehen zu lassen, und dabei trotzdem die Sympathien der Zuschauer auf seine Seite zu ziehen, weil er doch aus einer zutiefst Menschlichen und irgendwie auch liebenswerten Naivität heraus handelt.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/105.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1063" title="10" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/105.jpg" alt="" width="392" height="160" /></a>Das funktioniert unter anderem auch so gut, weil sein Gegenspieler, grandios von Tatsuya Nakadai, einem weiteren Genrehelden, gespielt, als der perfekte Gegensatz zu ihm angelegt ist. Okada Izo ein ist dummer, lauter und naiver Proll mit einem Herz aus Gold. Takechi dagegen weiß das zu nutzen und zieht eiskalt alle Register um seinen Schützling zu manipulieren. Er gibt sich ihm gegenüber gönnerhaft und locker, hat ihn in wirklichkeit aber so knallhart und fest im Griff, dass dieser es gar nicht merkt, bevor alles zu spät ist.</p>
<p>Dann fallen noch die Actionszenen besonders ins Auge, denn hier gibt es wiederum keine durchchoreographierten Schwerttänze wie man es üblicherweise erwarten könnte. Stattdessen unfaire und feige Manöver, ängstliche Gesichter, hilfloses Rumgefuchtel mit der Waffe und mittendrin ein total übermütiger Volltrottel, der ständig seinen Namen schreit. Heldenhaft geht anders. Dabei hat das ganze aber auch schon gar nichts mehr mit Kurosawa-artigem Realismus zu tun. Goshas Schwertkampfszenen sind genau so grotesk überzeichnet wie die seiner meisten Kollegen, nur halt ins gegensätzliche Extrem verkehrt. Und am Ende ergibt das ganze einen durch und durch ironischen und makaberen Genrevertreter, stylish bis zum Anschlag, durchsetzt mit rabenschwarzem Humor und getragen von einer schlauen Storyline und überzeugenden Darstellern. Oder ganz einfach ausgedrückt: einer der rundesten Samuraistreifen, die mir in letzter Zeit so untergekommen sind.</p>
<p><strong>Wertung: 9/10</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.samuraisundso.de/2011/02/03/hitokiri/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Swords of Vengeance (Ako-Jo danzetsu)</title>
		<link>http://www.samuraisundso.de/2010/12/27/swords-of-vengeance-ako-jo-danzetsu/</link>
		<comments>http://www.samuraisundso.de/2010/12/27/swords-of-vengeance-ako-jo-danzetsu/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Dec 2010 05:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Groschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[235 Ronin]]></category>
		<category><![CDATA[47 Ronin]]></category>
		<category><![CDATA[Chanbara]]></category>
		<category><![CDATA[Jidai Geki]]></category>
		<category><![CDATA[Kinji Fukasaku]]></category>
		<category><![CDATA[Sonny Chiba]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.samuraisundso.de/?p=975</guid>
		<description><![CDATA[IMDB/OFDB Japan,1978 Regie: Kinji Fukasaku Obwohl im Laufe der 70er Jahre das Interesse an Jidai Geki- und Chanbara-Filmen stark zurückging, verfilmte Kinji Fukasaku 1977/-78 eine ganze Reihe klassischer Samuraischinken, jeweils mit Sonny Chiba in einer wichtigen Nebenrolle und als Co-Regisseur für die Actionszenen an Bord. Zwei Experten in ihrem Fach also, die uns kurz zuvor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.imdb.com/title/tt0077135/">IMDB</a>/<a href="http://www.ofdb.de/film/88367,The-Fall-of-Ako-Castle">OFDB</a></em></p>
<p><em>Japan,1978</em></p>
<p><em>Regie: Kinji Fukasaku</em></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/069.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-980" title="06" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/069.jpg" alt="" width="392" height="172" /></a>Obwohl im Laufe der 70er Jahre das Interesse an Jidai Geki- und Chanbara-Filmen stark zurückging, verfilmte Kinji Fukasaku 1977/-78 eine ganze Reihe klassischer Samuraischinken, jeweils mit Sonny Chiba in einer wichtigen Nebenrolle und als Co-Regisseur für die Actionszenen an Bord. Zwei Experten in ihrem Fach also, die uns kurz zuvor bereits &#8220;Shogun&#8217;s Samurai&#8221; (auch bekannt als &#8220;The Yagyu Clan Conspiracy&#8221;) bescherten, und meine hohen Erwartungen wurden auch hier nicht enttäuscht.<span id="more-975"></span></p>
<p>Fukasaku transferiert die Story erfolgreich in das Chanbara-Genre, und ein waschechter Fukasaku ist der auch unter dem Titel &#8220;The Fall of Ako Castle&#8221; bekannte Film obendrein. Er spart sich alles unnötige, lässt alle ausufernden Nebenplots, unnötiges Melodrama und übertriebene Förmlichkeit in den Dialogen aus, er verzichtet auch &#8211; wie es Mizoguchi bereits vorgemacht hat &#8211; darauf, seine Vorgeschichte in allen Details auszuleuchten. Denn wie wir Kinji Fukasaku halt so kennen, benötigt er auch keinen moralischen oder ideologischen Unterbau, er muss das Handeln seiner Protagonisten nicht um jeden Preis rechtfertigen. Bestimmte Dinge passieren halt, Fukasaku filmt sie ab. Diese Entschlackungskur tut der Verständlichkeit und dem Tempo des Films sehr gut. Wenn er vielleicht auch nicht gerade die kunstvollste und epischste Erzählung der Geschichte ist, so markiert er doch die rasanteste, spannendste und unterhaltsamste &#8211; also einfach die rundeste der besprochenen Verfilmungen.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/19.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-981" title="19" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/19.jpg" alt="" width="392" height="172" /></a>Anstelle von Toshiro Mifune in der &#8217;62er Fassung schlüpft jetzt also Sonny Chiba in dessen Rolle (Mifune ist aber auch wieder in einer unbedeutenden Nebenrolle vertreten), &#8216;nen großen Unterschied macht das aber nicht. Mifune mag ganz klar der begabtere Schauspieler sein, mit Fukasaku auf dem Regiestuhl kommt es aber vor allem auf ganz andere Dinge an: eine starke Leinwandpräsenz, energiegeladene Performance und ausgereifte Action-Skills, und in genau diesen Disziplinen kann auch unser liebster B-Chiba gleichwertig punkten. Und Gelegenheit dazu hat er reichlich, denn der Actionanteil steigert sich unter Fukasakus Hand erheblich und auch in ruhigeren Momenten liegt immer der nötige Thrill in der Luft; die mit unter drei Stunden Laufzeit stark geraffte Handlung trägt deutlich dazu bei.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/25.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-982" title="25" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/25.jpg" alt="" width="392" height="172" /></a>Beim Showdown kann Fukasaku dann noch mal so richtig punkten. In seinem typischen verwackelt-dokumentarischen Style ist die Schlacht zwar nicht so edel und nachvollziehbar inszeniert wie in Inagakis bekannter Version, aber nicht weniger gekonnt und nochmal deutlich energiegeladener. Dass diesmal mehr mit Ketchup gekleckert wird, versteht ja sich von selbst. Fukasaku beschränkt sich auf seine Stärken und überzeugt darin. Und genau deshalb ist &#8220;Swords of Vengeance&#8221; &#8211; in seiner etwas dreckigeren, geradlinigeren Form und frei von überflüssigen Harfenklängen &#8211; mein bisheriger Favorit.</p>
<p><strong>Wertung: 8/10</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.samuraisundso.de/2010/12/27/swords-of-vengeance-ako-jo-danzetsu/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kill (Kiru)</title>
		<link>http://www.samuraisundso.de/2010/11/24/kill-kiru/</link>
		<comments>http://www.samuraisundso.de/2010/11/24/kill-kiru/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 18:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Groschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Chanbara]]></category>
		<category><![CDATA[Kenta Fukasaku]]></category>
		<category><![CDATA[Mamoru Oshii]]></category>
		<category><![CDATA[Minoru Tahara]]></category>
		<category><![CDATA[Samurai]]></category>
		<category><![CDATA[Swordplay]]></category>
		<category><![CDATA[Takanori Tsujimoto]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.samuraisundso.de/?p=866</guid>
		<description><![CDATA[IMDB/OFDB Japan, 2008 Regie: Kenta Fukasaku, Mamoru Oshii, Minoru Tahara, Takanori Tsujimoto Ok, wir steigen ein mit dem bescheuertesten und zusammenhanglosesten Opening das ich seit langem gesehen hab. Und irgendwie bin ich den Machern fast schon dankbar dafür, dass sie durch diese lauwarme CGI-Brühe mit leichtbekleideten Kämpferinnen und Drachen in langweiliger Videospiel-Optik meine Erwartungen schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.imdb.com/title/tt1037133/">IMDB</a>/<a href="http://www.ofdb.de/film/159677,Kiru---Kill">OFDB</a></strong></p>
<p><strong>Japan, 2008</strong></p>
<p><strong>Regie: Kenta Fukasaku, Mamoru Oshii, Minoru Tahara, Takanori Tsujimoto</strong></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/048.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-872" title="04" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/048.jpg" alt="" width="392" height="216" /></a>Ok, wir steigen ein mit dem bescheuertesten und zusammenhanglosesten Opening das ich seit langem gesehen hab. Und irgendwie bin ich den Machern fast schon dankbar dafür, dass sie durch diese lauwarme CGI-Brühe mit leichtbekleideten Kämpferinnen und Drachen in langweiliger Videospiel-Optik meine Erwartungen schon in den Keller gehen ließen, bevor der Film überhaupt richtig angefangen hatte. So war ich zumindest angemessen vorbereitet auf das, was folgen sollte.</p>
<p>Der erste Beitrag heißt <em>Kilico</em> und stammt von Takanori Tsujimoto, der zuletzt den deutschen Videomarkt mit seinem grausam langweiligen Chanbara-Stinker &#8220;Hard Revenge Milly&#8221; geentert hat. Und in die gleiche Kerbe schlägt jetzt auch &#8220;Kilico&#8221;. Erzählt wird mal wieder eine typische Geschichte der harmlosen Büroangestellten Kilina, deren kleine Schwester Kilico von gaaanz bööösen Gangstern gekidnapt wird. Also schnappt sie sich ein Schwert und geht sie befreien, wobei natürlich beide draufgehen. Ein findiger Frankenstein-Arzt implantiert das Gehirn von Kilina (Schwertstich, klar.) in den Körper von Kilico (Kopfschuss, logisch.) und die neu geschaffene Hybridbraut geht nochmal auf Rachefeldzug.<span id="more-866"></span></p>
<p>Naja, wer auf diese Art von überdrehtem und klischeehaftem Videotrash ohne besondere Überraschungen steht, könnte daran Spaß haben. Mich hat&#8217;s einfach nur gelangweilt, vermutlich braucht man auch erst die besagte Hirntransplantation oder einen akuten Fall von Sauerstoffmangel, um sowas genießen zu können.<strong><br />
(Wertung: 2/10)</strong></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/068.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-873" title="06" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/068.jpg" alt="" width="392" height="268" /></a>Der zweite Beitrag, <em>Kodomo Zamurai</em>, ist dann eine kleine Überraschung. In der Optik eines alten Stummfilms, inklusive einer spaßigen Benshi-Erzählstimme aus dem Off, aber in einem modernen Setting angesiedelt, wird eine ganz ähnliche Story erzählt, diesmal halt in einer etwas originelleren Form. Der vielleicht zehnjährige Samuraisohn Ryutaro Tsukue zieht mit seiner Familie um und sieht sich in seiner neuen Schule mit den üblichen gruppendynamischen Prozessen konfrontiert, Kinder sind in Wahrheit nunmal oft ziemliche Arschlöcher. Seinem verstorbenen Vater hat er einmal einen Schwur abgelegt, niemals sein Schwert zu benutzen, das er jeden Tag artig mit zur Schule trägt. Im Kampf für die Gerechtigkeit erträgt er allerlei Schmähungen, um seine Mitschüler vor den launen der Rüpel auf dem Schulhof zu beschützen. Als diese letztendlich seine Schwester kidnappen, platzt dem kleinen Harry Potter-Verschnitt dann doch der Kragen und es kommt zum blutigen Showdown.<br />
Kenta Fukasaku, der bisher nie aus dem übergroßen Schatten seines Vaters herauszutreten und auf  Spielfilmlänge zu überzeugen vermochte, liefert hier mal locker den besten (und überhaupt den einzigen sehenswerten) Beitrag zu &#8220;Kill&#8221; ab und lässt endlich mal was von seinem durchaus vorhandenen Talent durchscheinen. Sein Kurzfilm ist originell, witzig und handwerklich mehr als solide. Im Kontext der anderen Beiträge wirkt er leider ein bisschen wie ein funkelnder Diamant in einem riesigen Berg von Scheiße.<br />
<strong>(Wertung: 7/10)</strong></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/094.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-874" title="09" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/094.jpg" alt="" width="392" height="216" /></a>Auf <em>Zan-Gun</em> vom mir gänzlich unbekannten Minoru Tahara trifft eigentlich so ziemlich alles zu, was ich schon über &#8220;Kilico&#8221; gesagt habe. Diesmal gibt es ein wenig halbgare Mythologie dazu, über ein Schwert dass von seinen Trägern Besitz ergreift und sie zu blutrünstigen Mördern macht, und einem Dolch, vom gleichen Schmied erschaffen, der das unheilvolle Schwert wieder vernichten soll. Nach einem langen Schlaf also, erwacht das Schwert wieder zum Leben und ergreift Besitz von einem Soldaten, mit dessen Gewehr es dann verschmilzt und eine noch tödlichere Waffe formt. Etwa ein Jahrhundert lang wüten das Schwert und sein Träger so vor sich hin, bis ein Mitglied einer nicht weiter beschriebenen Spezialeinheit den sagenumwobenen Dolch findet und mit seiner Pistole vereint. Eine letzte Chance, das unheilvolle Schwert und seinen Fluch auszulöschen.<br />
In einem Wort: Quark! Aber nicht ganz so öde wie &#8220;Kilico&#8221;, daher gibt&#8217;s noch &#8216;nen Gnadenpunkt dazu.<br />
<strong>(Wertung: 3/10)</strong></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/104.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-871" title="10" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/104.jpg" alt="" width="392" height="216" /></a>Traurig aber wahr: Der ach so große Mamoru Oshii setzt mit &#8220;Assault Girl 2&#8243; leider noch ein kleines Häufchen drauf auf den bereits erwähnten Berg aus stinkenden Stoffwechselendprodukten. Genau die Art von Tretmine, angesichts derer unentspannte Zeitgenossen mittleren Alters sich zum Besitzer des verursachenden Kläffers umdrehen und sagen würden: &#8220;Das nehmen sie aber bitte wieder mit!&#8221;. Aaalso&#8230; (da kommt AA drin vor, hihi) Man nehme ein stark farbgefiltertes Kornfeld als schauplatz, eine mit Blick auf alle Otaku-Fetische gestylte Kriegerin, einen Panzer, eine düster dreinblickende Wiedersacherin und irgendeinen quatsch mit Engeln oder so&#8230; Dann lasse man zehn Minuten nix nennenswertes passieren, spule den Showdown unmotiviert in gefühlten 30 Sekunden runter, füge noch etwas austauschbares Ethno-Geschwurbel als Soundtrack hinzu und streue ein zusammenhangloses Bibelzitat ein, um dem ganzen noch einen mysthischen Anschein zu geben. Fertig ist er: ein Film zum abgewöhnen.<br />
<strong>(Wertung: 2/10)</strong></p>
<p>Fazit: Sollte das Teil irgendwann mal in der Videothek eures Vertrauens auftauchen (was ich fast für wahrscheinlich halte, denn so einen Müll veröffentlicht eigentlich immer irgendwer), leiht ihn euch mal aus wegen &#8220;Kodomo Zamurai&#8221;, den Rest könnt ihr euch sparen ohne das nervige Gefühl, irgendwas verpasst zu haben.</p>
<p><strong>Gesamtwertung: 4/10</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.samuraisundso.de/2010/11/24/kill-kiru/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blogathon 2010: Trail of Blood (Mushukunin Mikogami no Jôkichi: Kiba wa hikisaita)</title>
		<link>http://www.samuraisundso.de/2010/11/04/blogathon-2010-trail-of-blood-mushukunin-mikogami-no-jokichi-kiba-wa-hikisaita/</link>
		<comments>http://www.samuraisundso.de/2010/11/04/blogathon-2010-trail-of-blood-mushukunin-mikogami-no-jokichi-kiba-wa-hikisaita/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 06:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Groschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogathon 2010 (German)]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Chanbara]]></category>
		<category><![CDATA[Japanese Film Blogathon 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Kazou Ikehiro]]></category>
		<category><![CDATA[Samurai]]></category>
		<category><![CDATA[Yakuza]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.samuraisundso.de/?p=763</guid>
		<description><![CDATA[Japan, 1972 Regie: Kazuo Ikehiro Ok, da müssen wir jetzt durch. Also: Gejagter und schwer verletzter Samurai mit düsterer Vergangenheit findet Zuflucht im Haus von gastfreundlicher Witwe. Samurai verliebt sich und lässt Finger bei lokalen Yakuza liegen um unbehelligt heiraten zu dürfen. Yakuza killen die Frau, Samurai übt Rache. Das war&#8217;s dann auch schon, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Japan, 1972</strong></p>
<p><strong>Regie: Kazuo Ikehiro</strong></p>
<p><em><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/Trail-Of-Blood.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-767" title="Trail Of Blood" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/Trail-Of-Blood.jpg" alt="" width="214" height="314" /></a>Ok, da müssen wir jetzt durch. Also: Gejagter und schwer verletzter Samurai mit düsterer Vergangenheit findet Zuflucht im Haus von gastfreundlicher Witwe. Samurai verliebt sich und lässt Finger bei lokalen Yakuza liegen um unbehelligt heiraten zu dürfen. Yakuza killen die Frau, Samurai übt Rache. Das war&#8217;s dann auch schon, so in etwa.</em></p>
<p>Also mal mit einfacheren Worten: wir haben es hier mit einem durch und durch mittelmäßigen Chanbara-Vertrer zu tun. Handwerklich durchaus solide, aber frei von jeglichen Überraschungen.  Was soll man dazu schon großes erzählen, abgesehen von der konkreten Umsetzung? Die ist ganz brauchbar. Es passiert genug in diesem Film, um nicht total zu langweilen, aber auch wenig, was einen vom Hocker reißen könnte. Die wenigen Actionszenen sind sogar richtig gelungen und machen Spaß. Von Seiten der Darsteller gibt es so einige Kitschdialoge und den üblichen &#8220;jetzt ist er wütend&#8221;-Ausflipper zu ertragen.</p>
<p>Es wurden noch ein paar Sequels produziert, vielleicht nimmt die Reihe da noch an Fahrt auf, aber angesichts von soviel lazy writing wie&#8217;s der erste Teil einem schon zumutet, hab ich nicht viel Lust, dem weiter nachzugehen. Und auch nicht mal, einen vernünftigen Screenshot zu erstellen, wie ihr seht. <img src='http://www.samuraisundso.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So, das war&#8217;s. Ein nicht sehr langes Review für einen nicht sehr erwähnenswerten Film. Kann man sich reintun, wenn man gerade nichts besseres zur Hand hat.</p>
<p><strong>Wertung: 5/10</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.samuraisundso.de/2010/11/04/blogathon-2010-trail-of-blood-mushukunin-mikogami-no-jokichi-kiba-wa-hikisaita/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
