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	<title>Samurais und so... &#187; Anime</title>
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	<description>Weil&#039;s eh keinen interessiert.</description>
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		<title>Manual Of Ninja Arts / Band Of Ninja (Ninja Bugeicho)</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 21:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Groschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Anime]]></category>
		<category><![CDATA[Manga]]></category>
		<category><![CDATA[Nagisa Oshima]]></category>
		<category><![CDATA[New Wave Cinema]]></category>
		<category><![CDATA[Ninja]]></category>
		<category><![CDATA[Ninjafilm]]></category>
		<category><![CDATA[Sanpei Shirato]]></category>

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		<description><![CDATA[IMDB/OFDB Japan, 1967 Nagisa Ôshima Von allen Ninjastreifen, die ich mir in letzter Zeit so reingetan habe (und das waren schon einige), sahnt dieser bei mir eindeutig den Exoten- und Originalitätsbonus ab. Der einzige Ausflug des geschätzten und gefürchteten New Wave-Auteurs Nagisa Ôshima in die Welt von Anime und Manga ist ein Film, wie ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.imdb.com/title/tt0062044/">IMDB</a>/<a href="http://www.ofdb.de/film/45455,Band-of-Ninja">OFDB</a></strong></p>
<p><strong>Japan, 1967</strong></p>
<p><strong>Nagisa Ôshima</strong></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0611.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1232" title="06" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/0611.jpg" alt="" width="396" height="296" /></a>Von allen Ninjastreifen, die ich mir in letzter Zeit so reingetan habe (und das waren schon einige), sahnt dieser bei mir eindeutig den Exoten- und Originalitätsbonus ab. Der einzige Ausflug des geschätzten und gefürchteten New Wave-Auteurs Nagisa Ôshima in die Welt von Anime und Manga ist ein Film, wie ich ihn zumindest aus dieser Ära des japanischen Films noch nicht zu sehen bekommen habe. Es handelt sich nicht wirklich um einen Animationsfilm, stattdessen filmte Oshima einfach Panel für Panel die Bilder des Manga-Klassikers von Sanpei Shirato ab, schnitt sie gekonnt zu einer rasanten Bilderflut zusammen und garnierte das ganze mit Soundeffekten und gekonntem Voice Acting. Das Ergebnis verblüfft durch seine doch unerwartet &#8220;filmischen&#8221; Qualitäten. Heutzutage läuft uns etwas ähnliches aus Hollywood ja öfter mal als &#8220;Motion Comic&#8221; über den Weg. Selten hat man aber bei diesen Werken das Gefühl, wirklich einen Film zu schauen, während nach und nach die von unmotivierten Sprechern vertonten Bilder im Schneckentempo über den Bildschirm flimmern. Ganz anders Ôshimas Variante des filmgewordenen Comics. Die Bilder des mehrbändigen Mangas entwickeln auf zwei Stunden Laufzeit komprimiert ein unglaubliches Gefühl von Action und Dramatik. Wieder einmal zeigt sich hier, dass nicht allein größtmögliches Spektakel auf der Leinwand den Zuschauer zu fesseln vermag. Seine Fantasie und Vorstellungskraft, die uns Menschen angeborene Fähigkeit, die Lücken zwischen den Bildern selbst mit Inhalt zu füllen, erweist sich wie so oft als viel wirkungsvoller.<span id="more-1207"></span></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/098.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1233" title="09" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/098.jpg" alt="" width="396" height="296" /></a>Die Handlung kann man guten Gewissens als eher komplex bezeichnen. Als ich den Film zum ersten mal sah, musste ich schon bald kapitulieren vor der Fülle an Charakteren, Handlungsebenen und Rückblenden. Trotzdem wusste der Film mich sofort zu fesseln mit seiner rasanten, dynamischen Bilderflut. Ein zweiter Durchgang, diesmal mit einem Laptop bewaffnet um ein paar Notizen zu machen, lichtete sich das Chaos ein wenig. Im Grunde dreht sich die Story um Handvoll Hauptcharaktere. Erstmal wäre da Yuki Jutaro, Sohn des gestürzten Fürsten Yuki Mitsuharu, der Rache an Sakagami Shuzen und dessen Schwester und Komplizin Hotarubi sucht, die seinen Vater töteten und die Macht an sich rissen. In einem Kampf mit Hotarubi verliert Jutaro einen Arm, wird aber von einem mysteriösen Ninja namens Kagemaru gerettet. Kagemaru seinerseits ist der Anführer der Kage Ninja und der Drahtzieher hinter diversen Rebellengruppen und Bauernaufständen und hat es sich zum Ziel gesetzt, die Pläne des Fürsten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oda_Nobunaga">Oda Nobunaga</a> auf dem Weg zur Alleinherrschaft zu vereiteln. Nachdem Kagemaru mit Hilfe der Bauern die Burg Fushikage, Residenz von Sakagami Shuzen, dem Erdboden gleich gemacht hat, verdingt sich Shuzen als einer der zehn Ninja und Doppelgänger von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akechi_Mitsuhide">Akechi Mitsuhide</a>, einem Untergebenen von Fürst Nobunaga.</p>
<p>Im späteren Verlauf nimmt sich der Film viel Zeit dafür, die Hintergründe des Kage Clans und seiner acht Ninja zu beleuchten, ihre Herkunft, ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten und wie sie diese erlangten. Nur Kagemaru selbst bleibt eine rätselhafte Figur ohne klare Herkunft. Der Film schafft es leider nicht, seinen Charakteren eine wirkliche Persönlichkeit zu verpassen, sie bleiben blasse Figuren auf dem Schachbrett, über die wir gerade genug wissen, um ihr Handeln und ihre Motive zu verstehen. Aber das ist halt ein nötiges Opfer, das gebracht werden muss, um eine so komplexe und epische Handlung, die auch eine komplette Serienstaffel mit ausreichend Material versorgen könnte, in nur zwei Stunden Film unterzubringen.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/134.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1231" title="13" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/134.jpg" alt="" width="396" height="296" /></a>Die Erzählweise trägt auch der Tatsache Rechnung, dass wir nicht wirklich viel über die Geschichte der Ninja und den genauen Ablauf der realen historischen Ereignisse wissen, die den Rahmen der Handlung bilden. Die Grenze zwischen dokumentierter Geschichte und fantastischen Legenden ist &#8211; wie bei eigentlich allen Filmen des Genres &#8211; fließend. Mangaka Sanpei Shirato bevorzugt aber ganz klar die Welt der Gerüchte und Legenden, hüllt seine Charaktere stets in eine diffuse Wolke der Verwirrung und Ungewissheit. Und über allem thront das große Mysterium namens Kagemaru, ein Mann ohne Herkunft und mit ungewissen Motiven, der mehr als einmal stirbt, nur um dann doch bald wieder aufzutauchen, und der mit seinen Täuschungsmanövern und seiner Gabe zur Manipulation ganz Japan aus den Angeln hebt.</p>
<p>Überhaupt ist der Film ein Fest für Freunde der skurillen Ninjaskills und -taktiken. Verdopplung, Elektroschocks und Scheintod? Check! Plötzliches Verschwinden, Unsichtbarkeit, Gedankenübertragung und explodierende Mäuse? Alles an Bord! Dazu als Soldaten getarnte Schildkröten, ein scheinbar kopfloser Mann, eine Armee selbstmörderischer Ratten und sonst noch so ziemlich alles, was die Herzen von Ninjafans höher schlägen lässt.<br />
Zugegeben, der einfachste Film ist es nicht geworden. Man braucht schon ein bisschen Konzentration und vielleicht auch, wie ich, ein paar Notizen und einen zweiten Anlauf, um in der epischen Erzählung nicht den Faden zu verlieren. Wer aber trotzdem durchhält, wird mit dem vermutlich außergewöhnlichsten Film seines Genres und einem Abend voller Action und Spannung belohnt.</p>
<p><strong>Wertung:  8/10</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><object style="height: 390px; width: 640px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100" height="100" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5tSHkJFODKs?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="height: 390px; width: 640px;" type="application/x-shockwave-flash" width="100" height="100" src="http://www.youtube.com/v/5tSHkJFODKs?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object style="height: 390px; width: 640px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100" height="100" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-25bhEH1BBI?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="height: 390px; width: 640px;" type="application/x-shockwave-flash" width="100" height="100" src="http://www.youtube.com/v/-25bhEH1BBI?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Die Filme von Satoshi Kon</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 10:31:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Groschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Anime]]></category>
		<category><![CDATA[Satoshi Kon]]></category>

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		<description><![CDATA[Satoshi Kon, eines der ganz großen Genies der Animebranche, ist gestern viel zu jung an Krebs gestorben. An Stelle einer weiteren drögen Trauerrede, möchte ich Lesern, die seine Filme noch nicht kennen, einfach mal etwas Appetit machen, sich mit seinem Werk vertraut zu machen, denn derart visionär schöne, aber auch verstörende Animewelten werden wir so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Satoshi_Kon" target="_blank">Satoshi Kon</a>, eines der ganz großen Genies der Animebranche, ist gestern viel zu jung an Krebs gestorben.</p>
<p>An Stelle einer weiteren drögen Trauerrede, möchte ich Lesern, die seine Filme noch nicht kennen, einfach mal etwas Appetit machen, sich mit seinem Werk vertraut zu machen, denn derart visionär schöne, aber auch verstörende Animewelten werden wir so bald wohl nicht mehr zu sehen bekommen.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-ZKXXNCkrf4?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/-ZKXXNCkrf4?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Jungle Taitei: Yuuki ga Mirai o Kaeru (Jungle Emperor Leo TV-Special)</title>
		<link>http://www.samuraisundso.de/2010/06/20/jungle-taitei-yuuki-ga-mirai-o-kaeru-jungle-emperor-leo-tv-special/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 12:16:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Groschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Anime]]></category>
		<category><![CDATA[Goro Taniguchi]]></category>
		<category><![CDATA[Kimba]]></category>
		<category><![CDATA[Osamu Tezuka]]></category>

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		<description><![CDATA[OFDB/Anisearch Japan, 2009 Regie: Goro Taniguchi In einem Wort: Enttäuschend. Klar, es handelt sich um einen Kinderfilm. Für das Fernsehen produziert, obendrein. Klar auch, dass ich von einer TV-Produktion kein visuelles Feuerwerk oder eine bahnbrechende Storyline erwarten sollte. Aber dass die Produzenten so dermaßen lustlos, so 08/15 mit einem wichtigen Erbe umgehen, das ist einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.ofdb.de/film/190746,New-Jungle-Emperor-Leo" target="_blank">OFDB</a>/<a href="http://anisearch.de/index.php?page=anime&amp;id=5506" target="_blank">Anisearch</a></strong></p>
<p><strong>Japan, 2009</strong></p>
<p><strong>Regie: Goro Taniguchi</strong></p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/121.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-287" title="12" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/121.jpg" alt="" width="340" height="192" /></a>In einem Wort: Enttäuschend. Klar, es handelt sich um einen Kinderfilm. Für das Fernsehen produziert, obendrein. Klar auch, dass ich von einer TV-Produktion kein visuelles Feuerwerk oder eine bahnbrechende Storyline erwarten sollte. Aber dass die Produzenten so dermaßen lustlos, so 08/15 mit einem wichtigen Erbe umgehen, das ist einfach nur ärgerlich.</p>
<p>Mal zur Erinnerung: Die Figur des Löwen Leo stammt aus der Feder des Altmeisters <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Osamu_Tezuka" target="_blank">Osamu Tezuka</a>. Die auf seinen Mangas basierende Anime-Serie aus den 60er Jahren war vermutlich die erste größere Amerikanisch-Japanische Koproduktion und auch eine der ersten Animeproduktionen die im deutschen Fernsehen (stark  gekürzt, unter dem Titel &#8220;Kimba &#8211; der weiße Löwe&#8221;) ausgestrahlt wurde. Eine Menge Geschichte hat die Hauptfigur des Filmes also im auf dem Buckel und muss in ihrer Wichtigkeit in eine Reihe mit Klassikern wie Astro Boy oder Akira gestellt werden, weil sie in ähnlichem Umfang zum internationalen Erfolg japanischer Animationsfilme beitrug. Vom offensichtlichen Einfluss auf eine einschlägig bekannte Disney-Produktion mal ganz abgesehen. Selber gesehen habe ich die Originalserie noch nicht, nach dem was ich bisher so gehört und gelesen habe scheint sie aber durchaus sehenswert. Leider gibt es nach meinem Wissen bisher keine ungeschnittene Veröffentlichung mit deutschen oder englischen Untertiteln und die US- und noch mehr die deutsche TV-Fassung sind leider bis zur Verstümmelung gekürzt.<span id="more-277"></span></p>
<p><strong><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/072.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-285" title="07" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/072.jpg" alt="" width="340" height="192" /></a></strong>Der vorliegende Film verlegt seine Handlung in den Neo-Dschungel, ein künstlich erschaffenes Ökosystem in dem jeder einzelne Grashalm überwacht und kontrolliert wird. Nachdem der Mensch das natürliche Umfeld der Tiere zerstört hat, zieht er daraus den Schluss, dass die Natur nur noch unter von ihm kontrollierten Bedingungen existieren darf und kann, und verschleppt die Tiere des Dschungels in dieses Reservat. Kenichi, der Sohn des Wissenschaftlers der dieses Projekt leitet, kann mit den Tieren des Dschungels reden und freundet sich mit dem kleinen Löwen Leo an (haben wir ja noch nie gesehen, sowas). Im Gespräch mit den Tieren beginnt er zunehmend an den Plänen seines Vaters zu zweifeln und als dieser das Leben vieler kranker Tiere gefährdet, um bei einer UN-Inspektion gut dazustehen, nimmt Kenichi das Schicksal der Tiere selbst in die Hand.</p>
<p><a href="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/131.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-284" title="13" src="http://www.samuraisundso.de/wp-content/uploads/131.jpg" alt="" width="340" height="192" /></a>So weit so gut. Animationstechnisch kann sich das ganze durchaus sehen lassen und bewegt sich für eine TV-Produktion auf duchgängig gutem Niveau, überrascht aber auch nicht gerade durch Eigenständigkeit. Traurig wird&#8217;s wenn man die Story betrachtet. Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass da mal wieder mindestens hundert Leute am Skript herumgedoktort haben. Das muss hier noch ein bisschen &#8220;glaub an dich selbst&#8221;-Gefasel rein, dort etwas Umweltschutzgedöns, und jeden Moment könnte Jar Jar Binks um die Ecke biegen&#8230; Dabei hat die Grundidee durchaus Potential. Das alles könnte man z.b. durchaus als Parabel auf totalitäre Gesellschaftssysteme verstehen (und vermutlich ist es auch so gemeint), in denen der Mensch gedeihen darf, solange er dabei den Vorstellungen seines &#8220;Schöpfers&#8221; entspricht. Wenn jemand Probleme macht, muss der Schaden am System schnell &#8220;repariert&#8221; werden indem man das defekte Element schnellstmöglich austauscht. Auch Botschaften zum Thema Umweltschutz waren und bleiben berechtigt, wenn sie nicht mit einem derart dicken Holzhammer vorgebracht werden. Hätte, wäre, wenn. Wer auch immer es versucht hat, er hat es gründlich verkackt. Fast alles in diesem Film ist ein Klischee, das man woanders schon in besser gesehen hat. Die Story und ihre Charaktere sind flach bis zum Gehtnichtmehr und beim Abspann merke ich dann wie kalt mich das alles gelassen hat.</p>
<p>Filmproduktionen sind teuer und aufwändig. Und genau deshalb verstehe ich es nicht, warum so viele Filme beim wichtigsten und gleichzeitig finanziell unbedeutendsten Punkt schlampen: bei Story und Script. Als dachten sich die Produzenten: &#8220;Kinder sind doch eh blöd, für die muss es ja nicht so gut sein&#8221;. Lieblos und ärgerlich ist das.</p>
<p><strong>Wertung: 5/10</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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